Logo des Internationalen Richard-Wagner-Verbands Logo des Richard Wagner-Verbands Köln - Noten vom Beginn des Vorspiels zu Tristan und Isolde

Richard Wagner-Verband Köln e.V.

Stipendiaten 2015


v.l.n.r.: Katrin Wundsam, Annette Hörle, Carina Grohsgart, Mariko Sudo, Janina Zell und Marta Wryk (halb verdeckt)

Vor dem Festspielhaus in Bayreuth - v.l.n.r.: v.l.n.r.: Katrin Wundsam, Annette Hörle, Carina Grohsgart, Mariko Sudo, Janina Zell und Marta Wryk (halb verdeckt)

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Jahr des Stipendiats. Der weitere Werdegang ist nicht berücksichtigt.

Carina Grohsgart

Carina Grohsgart, wurde in Bonn geboren und absolvierte ihre Schulzeit an der Europaschule in Bornheim, wo sie 2003 ihr Abitur mit den Schwerpunkten Deutsch und Kunst ablegte. Im Anschluß wurde sie am Staatlichen Berufskolleg Glas Keramik Gestaltung des Landes NRW zur Gestaltungstechnischen Assistentin im Bereich Grafik- und Objektdesign ausgebildet und erlangte 2006 ihren Abschluß. Weil sie schon in jungen Jahren ihre Leidenschaft für Oper und Theater entdeckt hatte, nahm sie noch im selben Jahr ihr Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften mit den Nebenfächern Linguistik und Phonetik an der Universität zu Köln auf. Bereits während des Studiums konnte sie viele praktische Erfahrungen sammeln, beispielsweise bei der Betreuung verschiedener Theaterstücke, wo sie einen tieferen Einblick in sämtliche Produktionsabläufe gewann und zur kreativen Verknüpfung von Theater und Filmtechnik beitrug. Im Laufe ihrer Studienzeit spezialisierte sie sich auf die Theaterwissenschaften und verfaßte ihre Magisterarbeit unter dem Titel „Wagners Mythos im Spiegel inszenatorischer Aktualisierung“.
Sie beendete ihr Studium 2014 mit einer Gesamtnote von 1,5. Zurzeit erweitert Carina Grohsgart ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen von Workshops und Praktika in den Bereichen Theaterregie, Dramaturgie und Autorenwerkstatt. Für die Zukunft strebt sie eine Laufbahn als Dramaturgin an.


Annette Hörle

Die Mezzosopranistin Annette Hörle studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Arthur Janzen, Prof. Klesie Kelly-Moog und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris bei Prof. Chantal Mathias. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloß Rheinsberg 2012, wo sie den Leutnant Katte in Kronprinz Friedrich von Siegfried Matthus sang. Beim Maritim Musikwettbewerb 2013 gewann sie den Sonderpreis in Form eines Engagements bei den Neuen Eutiner Festspielen als Inez in Verdis Il Trovatore im Sommer 2014. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Annette Hörle Mitglied im Internationalen Opernelitestudio am Theater Lübeck. Dort war sie bislang unter anderem als Hänsel in Hänsel und Gretel, als Tisbe in La Cenerentola und als Gräfin in Der Wildschütz zu erleben. Parallel zu diesem Engagement gastiert sie in den Spielzeiten 2014/15 und 2015/16 am Theater Lüneburg als Hänsel in Hänsel und Gretel. Konzerte führten sie nach Italien, Frankreich und in die Schweiz.
Im Rahmen der Kammerkonzertreihe des Philharmonischen Orchesters Lübeck war sie mit den Wesendonck-Liedern von R. Wagner in Bearbeitung für Klavierquartett im historischen Audienzsaal des Rathauses Lübeck zu hören. Desweiteren sang sie im Musée de l'Armée à l'Hôtel national des Invalides Paris die Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms unter der musikalischen Leitung von Samuel Jean.
Meisterkurse besuchte sie bei Kammersänger Franz Grundheber, dem Regisseur Michael Hampe, dem Dirigenten Laurent Pillot und der Gesangspädagogin Prof. Sissel Høyem Aune.


Mariko Sudo

Mariko Sudo als Tochter deutsch-japanischer Eltern in Saarbrücken geboren, gab ihr Debüt in der Carnegie Hall New York (Weill Recital Hall) im Jahr 2011 und ist regelmäßig zu Gast bei verschiedenen internationalen Musikfestivals. Mit ihrem moderierten Konzert „Selbstverständlich Klassik!“ ist sie unter anderem auf nationalen und internationalen Bühnen gefragt. Zahlreiche Preise erhielt sie bei nationalen und internationalen Wettbewerben, unter anderem mit dem Orion Klavierquartett, mit dem sie im Jahr 2008 den Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie den Kammermusikpreis der „Freunde Junger Musiker e.V.“ in Berlin gewann. 2010 wurde sie zur „Solistin in Residence“ des Neusser Kammerorchesters ernannt
Seit 2008 ist sie Stipendiatin der Stiftung „Yehudi Menuhin Live Music Now“ und war 2010 Stipendiatin der Alfred-Töpfer-Stiftung Hamburg. Als DAAD-Stipendiatin absolvierte sie 2013 ein Masterstudium in der Solo-Klasse der Pianistenlegende Menahem Pressler an der Jacobs School of Music der Indiana University Bloomington, USA. Studien bei Prof. Arnulf von Arnim und Dirk Mommertz beendete sie an der Folkwang Universität der Künste im Jahr 2009 mit einem Diplom der künstlerischen Instrumentalausbildung.
Durch Vitaly Margulis und Robert Levin erhielt sie maßgebende künstlerische Impulse. Als freischaffende Pianistin und Klavierpädagogin lebt sie seither wieder in Essen.


Marta Wryk

Die polnische Mezzosopranistin Marta Wryk, in Köln in den Spielzeiten 12/13 und 13/14 Mitglied des Internationalen Opernstudios, absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule in Warschau sowie an der Manhattan School of Music in New York.
Anfang 2012 gab sie in Virginia ihr USA-Debüt als Aglaonice in der Oper Orphée von Philip Glass. Außerdem sammelte sie in den USA Bühnenerfahrung u. a. in Partien wie Prinz Orlofsky (Die Fledermaus), Mirtillo (Il pastor fido), und in der Titelrolle von Maurice Ravels L’enfant et les sortilèges (Das Kind und der Zauberspuk). An der Kinderoper der Oper Köln war sie u. a. als Grossmutter in Räuber Hotzenplotz, Juno in Orpheus in der Unterwelt, Stiefmutter in Aschenputtel (Ermanno Wolf-Ferrari), Königin in Schneewittchen (Marius Felix Lange) und in der Titelpartie von Der gestiefelte Kater (Xavier Montsalvatge) zu hören
In der Neuproduktion von Le nozze di Figaro an der Oper Köln sang sie die Partie des Cherubino, in Donizettis Anna Bolena den Pagen Smeton, in Puccinis Suor Angelica die Suor Dolcina, in Richard Wagners Parsifal die Partien 2. Knappe / 3. Blumenmädchen, in Händels Alcina den Knaben Oberto, in Wolfgang Rihms Jakob Lenz die 3. Stimme und in Humperdincks Hänsel und Gretel den Hänsel.


Katrin Wundsam

Die österreichische Mezzosopranistin Katrin Wundsam, ausgebildet am Mozarteum Salzburg und in Amsterdam bei Margreet Honig, kam über die Stationen Linz, Passau, Bonn und Bregenzer Festspiele in der Saison 2009/10 als festes Ensemblemitglied an die Oper Köln, wo sie zunächst u. a. als Muse/Nicklausse in Hoffmanns Erzählungen, Fuchs in Das schlaue Füchslein, Suzuki in Madama Butterfly und Flosshilde im Ring des Nibelungen zu erleben war.
Konzertauftritte führten sie u.a. nach Italien, Schweden und Chile. Im Rahmen des China-Gastspiels der Oper Köln trat sie im September 2010 als Flosshilde (Das Rheingold, Götterdämmerung) sowie als Grimgerde (Die Walküre) im Shanghai Grand Theatre auf. An der Hamburgischen Staatsoper verzeichnete sie Erfolge als Dorabella in Mozarts Così fan tutte und Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel. Zuletzt war sie an der Oper Köln u. a. als Ottavia in Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea, 3. Dame in Mozarts Die Zauberflöte, Gräfin Hélène Besuchowa in Krieg und Frieden, Sesto in La clemenza di Tito, Penelope in Il ritorno d’Ulisse in patria, Bradamante in Händels Alcina, Preziosilla in Verdis La forza del destino, Smeton in Donizettis Anna Bolena, Martuccia in Die Gezeichneten, Dorabella in Così fan tutte, Prinz Orlofsky in Die Fledermaus und Hänsel Hänsel und Gretel zu erleben.
Im Dezember 2012 wurde Katrin Wundsam durch den Verein der »Freunde der Kölner Oper« in Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen der Offenbachpreis-Preis verliehen.


Janina Zell

Janina Zell, geboren in Ehringshausen, studierte Gesang sowie Musikwissenschaft mit der Studienrichtung Konzert- und Musiktheaterdramaturgie u. a. bei Nobert Abels an der Folkwang Universität der Künste Essen.
Für ihre Masterarbeit über die Inszenierung von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen am Aalto-Theater Essen bekam sie 2014 den Folkwang Preis verliehen und wurde im selben Jahr als Stipendiatin der Akademie „Musiktheater heute“ aufgenommen.
Erste berufliche Erfahrungen sammelte sie u. a. beim Klavier-Festival Ruhr, dem Konzerthaus Dortmund und der Oper Frankfurt. Seit der Saison 2013/14 ist Janina Zell als Dramaturgin am Aalto-Theater Essen tätig und verantwortet in dieser Spielzeit die Dramaturgie von George Benjamins Into the Little Hill sowie György Ligetis Le Grand Macabre.


Andere Stipendiaten-Jahrgänge: 2017 2016 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007