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Richard Wagner-Verband Köln e.V.

Stipendiaten 2013


v.l.n.r.: Lucas Singer, Vivian Guerra, Sofia Pavone, Christian Henneberg, Sarah Schnier und Jan-Paul Reinke

Vor dem Festspielhaus in Bayreuth - v.l.n.r.: Lucas Singer, Vivian Guerra, Sofia Pavone, Christian Henneberg, Sarah Schnier und Jan-Paul Reinke

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Jahr des Stipendiats. Der weitere Werdegang ist nicht berücksichtigt.

Vivian Guerra, Mezzosopran und Regieassistentin, wurde in Santiago de Chile geboren und absolvierte ihr Gesangsstudium am Konservatorium ihrer Heimatstadt, ergänzt durch ein Gesangsstudium an der Kölner Musikhochschule bei Professor Reinhard Leisenheimer und Barockgesang bei Kai Wessel. Als Solistin trat sie mit vielen Oratorien an den bedeutendsten Konzertsälen ihrer Heimat auf. Ebenfalls hat Vivian Guerra an verschiedenen Opernproduktionen teilgenommen.
Das Gesangs-Repertoire von Vivian Guerra umfaßt Rollen wie 2./3. Dame sowie 2./3. Knabe aus Die Zauberflöte, Cherubino aus Le Nozze di Figaro, Dorabella aus Così fan tutte, Zerlina aus Don Giovanni, Hänsel aus Hänsel und Gretel, Meg Page aus Falstaff, Mercedes aus Carmen, Suzuki aus Madame Butterfly, Dido aus Dido and Eneas, Glascha aus Katja Kabanová, Curra aus La Forza del Destino, La chatte /L 'écureuil aus L´Enfant et les Sortilèges und die 1. Magd aus Elektra.
Die Mezzosopranistin arbeitete mit Dirigenten wie Michael Gielen, Werner Ehrhart, Peter Neumann, Harald Jers, Rafael Frühbeck de Burgos, Krzysztof Penderecki, Sylvain Cambreling und Vladimir Jurovski und den Regisseuren Giancarlo del Monaco und Placido Domingo zusammen. Vivian Guerras Laufbahn als Regie-Assistentin begann im Jahr 2009 bei Professor Folwill in L´uomo, mit Aufführungen am Ekhof Theater (Gotha) und am Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth.
An der Kölner Oper hospitierte Vivian Guerra bei Nicolas Brieger Krieg und Frieden und Ingo Kerkhof Alcina. Seit fünf Jahren begleitet Vivian Guerra als Regieassistentin und Inspizientin mehrere Opern-Produktionen an der Musikhochschule Köln und am Theater und Konzerthaus Solingen (Hoffmanns Erzählungen, La Boheme, Orpheus in der Unterwelt, Hänsel und Gretel und Rigoletto).


Der 1986 in Dresden geboren Bariton Christian Henneberg sammelte bereits im Alter von 5 Jahren erste Bühnenerfahrungen als Gottfried in Richard Wagners Oper „Lohengrin“ auf der Bühne der Sächsischen Staatsoper Dresden. Als Mitglied des Kinderchores der Sächsischen Staatsoper Dresden stand er mit seinem Vater, Kammersänger Professor Matthias Henneberg, in zahlreichen Produktionen bereits in frühem Alter gemeinsam auf der Bühne. Seit 1990 bzw. 2000 erhielt er Klavier- und Oboenunterricht und war 2002 bis 2006 Mitglied des Jungen Sinfonieorchesters Dresden.
Nach dem Abitur am Sächsischen Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber wurde er Gesangsschüler seines Vaters, und nahm 2007 sein Studium an der Musikhochschule Rostock bei Prof. Klaus Häger auf. Bereits 2008 trat Christian Henneberg bei den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern auf und wurde 2009 als Elias in Mendelssohns Oratorium nach Rostock und Neubrandenburg verpflichtet. Als Mitglied im Chor des Schleswig-Holstein-Musikfestivals unternahm er Konzertreisen zum Bodensee-Festival, dem Rheingau-Musikfestival, den Händelfestspielen in Halle sowie nach Brasilien. Wichtige Bühnenerfahrungen des Jahres 2009 waren die szenische Produktion der Johannespassion von Bach mit Robert Wilson am Theater in Kiel und die Opernproduktion Il mondo della luna von Joseph Haydn in Rostock.
2010 setzte Christian Henneberg sein Studium an der Folkwang-Universität Essen bei Kammersänger Prof. Jan-Hendrik Rootering fort, und studiert derzeit im Studiengang Master of Voice-Performance. Szenische Projekte mit Andreas Homoki, Georg Rootering und David Freeman, Opernrollen in Hagen (Zauberflöte und Don Carlos) sowie die Partie des Mendelssohnschen Paulus in der Tonhalle Düsseldorf bildeten in den letzten beiden Jahren Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit.
Im März 2012 engagierte ihn die Dortmunder Oper als Prinz in Kurt Schwertsiks Eisberg nach Sizilien, und im Oktober sang er am selben Haus die Partie des Figaro in Der kleine Barbier oder Eine haarige Angelegenheit nach Rossini. Im April 2013 konnte er gleich in drei kleineren Solo-Partien in der Kontinentalen Erstaufführung der Oper Anna-Nicole von Marc- Anthony Turnage am Opernhaus Dortmund mitwirken. Für die Spielzeit 2013/2014 sind weitere Engagements am Theater Dortmund geplant.


Sofia Pavone, Mezzosopran, wurde in Reggio Calabria/Italien geboren und bereits früh musikalisch gefördert. Sie erhielt Unterricht in Klavier, Blockflöte und Violoncello. Nach dem Umzug nach Deutschland war sie in ihrer Schulzeit in mehreren Chören aktiv, wobei sie immer öfter auch solistische Partien übernahm. Dem Abitur folgte ein Auslandsaufenthalt als Au-Pair-Mädchen in Paris. Dort hatte sie die Möglichkeit, in der „Deutschen Schule Paris“ solistisch aufzutreten und im „Ensemble Jubilate Versailles“ weiterhin im Chor zu singen.
Sie begann 2008 ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Klasse Prof. Mechthild Georg), das sie 2012 erfolgreich mit dem Bachelorgrad abschloß. Wichtige Impulse erhielt sie dabei unter anderem in der Arbeit mit Prof. Marcus Creed und Prof. Jürgen Glauß.
Seit Oktober 2012 studiert sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt in der Klasse von Frau Prof. Hedwig Fassbender. Sofia Pavones Konzertrepertoire reicht von Bach, Händel und Pergolesi über Mozart, Mendelssohn und Rossini bis hin zu Dvořák, Prokofjew und Luigi Nono (Das atmende Klarsein).
Sie arbeitete unter anderem mit der Nordwestdeutschen Philharmonie (Blumenmädchen in Parsifal, konzertant), dem Main-Barockorchester Frankfurt, „L'Arco“ Hannover und dem Apollon-Ensemble (Krefeld). Im Rahmen einer Hochschulproduktion der Kammeroper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm (in Zusammenarbeit mit den Städtischen Bühnen Münster) stand Sofia Pavone erstmalig auf der Opernbühne.
Es folgte die Rolle der Aline in der Uraufführung der Kammeroper Kein Wille geschehe von Andreas Winkler. Im Sommer 2012 war sie am Theater Aachen in Ravels L'Enfant et les Sortilèges zu sehen, an der Frankfurter Oper übernahm sie 2013 in der Neuproduktion von Prokofjews „Der Spieler“ die Rolle der verdächtigen Alten (Regie Harry Kupfer/musikalische Leitung Sebastian Weigle).
Im Mai/Juni 2013 verkörpert sie am Stadttheater Gießen den jungen Chinesen Wu in der deutschen Erstaufführung der Oper Kommilitonen! von Peter Maxwell Davies (musikalische Leitung Michael Hofstetter).


Jan-Paul Reinke, Dirigent, 1985 in Mannheim geboren, erhielt Klavierunterricht in der Klavierklasse Thomas Jandl und Posaunenunterricht bei Bernhard Vanecek an der Musikschule Mannheim und ist mehrfacher Preisträger bei Jugend Musiziert. 2004 bekam er den ersten Dirigierunterricht bei Johannes Corn (Mannheim).
Ab 2007 studierte Jan-Paul Reinke Musik auf Lehramt an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit Hauptfach Klavier (Klasse Prof. Paulo Alvares). Im Rahmen seines Studiums besuchte er u. a. Dirigierkurse bei Andreas Winnen.
Im Rahmen dieses Studiums wurde Jan-Paul Reinke ab 2009 von Prof. Michael Luig unterrichtet, in dessen Dirigierklasse der HfMT Köln er im Sommersemester 2010 aufgenommen wurde.
Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter des Kammerorchesters Bonn-Röttgen, das Symphonieorchester der Lehramtsstudierenden der HfMT Köln Sinfonietta104 spielt seit Anfang 2011 unter seiner Leitung. Verschiedene Projekte führten ihn zum Sinfonieorchester der FWS Mannheim, dem Jugendsinfonieorchester Bonn und zur Philharmonie Südwestfalen. Darüber hinaus leitete er zahlreiche Uraufführungen verschiedener Komponisten mit unterschiedlichen Ensembles der HfMT Köln. Meisterkurse bei Prof. Luig, Prof. Arp und Prof. Eisenmann ergänzten seine bisherige musikalische Ausbildung.


Die Sopranistin Sarah Schnier wurde im Oldenburger Münsterland geboren und begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren mit Klavierunterricht. Weitere Instrumentalausbildung sowie die früh aufkommende Leidenschaft zum Gesang und Theater prägten ihre Schulzeit.
Es folgte ab 2008 ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Prof. Henner Leyhe), welches sie Februar 2012 mit dem Diplom abschloß. Im Jahr 2010 legte Sarah Schnier außerdem ein Erstes Staatsexamen in den Fächern Musik und Germanistik ab. Meisterkurse bei Prof. Klesie Kelly und Prof. Thomas Heyer ergänzten ihre Ausbildung.
Im Jahre 2010 wurde Sarah Schnier der Kulturförderpreis des Oldenburgischen Landschaftsverbandes verliehen.
Bereits während ihres Studiums sammelte die Sopranistin wichtige Erfahrungen in bedeutenden Opernpartien, so als Pamina in einer internationalen Produktion von Mozarts Zauberflöte im Nationaltheater Nicaraguas sowie als Musetta in einer Produktion von Puccinis La Bohème an der HfMT Köln.
2012 war sie als Diana in Offenbachs Orpheus in der Unterwelt in den Theatern Solingen und Remscheid zu sehen. Eine rege Konzerttätigkeit führte Sarah Schnier bereits in Konzertsäle wie die Philharmonie Köln, das Ruhrfestspielhaus Recklinghausen oder die Tonhalle Düsseldorf.
Eine besondere Liebe verbindet die Sopranistin außerdem mit der solistischen Ensemblearbeit. Sie ist festes Mitglied der Kölner Vokalsolisten und gestaltete mit ihnen im Jahr 2013 unter anderem bereits das Abschlußkonzert des Neue Musik Festivals "Acht Brücken" in der Kölner Philharmonie.


Lucas Singer, Bass, absolvierte nach dem Abitur zunächst ein Klavierstudium an der Essener Folkwang-Hochschule bei Prof. Bernhard Wambach, welches er im Sommer 2007 mit dem Diplom abschloß. Parallel dazu erhielt er eine grundlegende Gesangsausbildung durch seinen Vater, den Opernsänger und Gesangspädagogen Hartmut Singer.
Zum Wintersemester 2007/2008 wechselte Lucas Singer an die Hochschule für Musik und Tanz Köln in die Klasse von Mechthild Georg, um bei ihr seine Gesangsausbildung fortzuführen. Ergänzend nahm er bisher an Meisterkursen bei Kurt Moll und Reinhard Leisenheimer teil.
Darüber hinaus ist Lucas Singer erfolgreicher Absolvent des Masterstudienganges am Zentrum für Internationales Kunstmanagement Köln (CIAM). Neben seiner regen Tätigkeit als Konzertsänger, u. a. in den USA und in Mittelamerika, sammelte er Opernerfahrungen in verschiedenen Produktionen.
Zunächst war er als Fabrizio dei Ritorti in Ermanno Wolf-Ferraris Il Campiello in einer Produktion der HfMT Köln zu hören. Im Sommer 2010 sang Lucas Singer den Johann Friedrich Oberlin in Wolfgang Rihms Oper Jakob Lenz an den Städtischen Bühnen Münster.
Als Gast war er im gleichen Jahr an der Kinderoper der Oper Köln in der Uraufführung der Jazzoper Vom Fischer und seiner Frau von Ingfried Hoffmann zu hören, 2011 auch in Marius Felix Langes Schneewittchen.
Im September 2011 sang er darüber hinaus den Sarastro in Mozarts Die Zauberflöte am Teatro Nacional in Managua/Nicaragua.
Seit Beginn der Spielzeit 2012/2013 Mitglied des Internationalen Opernstudios, war er seitdem im Rahmen der Kinderoper u. a. in der Titelrolle von Der Räuber Hotzenplotz sowie als Wilhelm Grimm in Aschenputtel zu erleben. In der Donizetti-Neuproduktion Anna Bolena sang er die Partie des Lord Rochefort, in Richard Wagners Parsifal den 2. Gralsritter.


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