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Richard Wagner-Verband Köln e.V.

Stipendiaten 2012


v.l.n.r.: Hanna Steuber, Eva Bauchmüller, Ainoa Padrón, Maike Raschke, Javier Alonso, Karola Pavone, Stamatia Gerothanasi

Vor dem Festspielhaus in Bayreuth - v.l.n.r.: Hanna Steuber, Eva Bauchmüller, Ainoa Padrón, Maike Raschke, Javier Alonso, Karola Pavone, Stamatia Gerothanasi

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Jahr des Stipendiats. Der weitere Werdegang ist nicht berücksichtigt.

Javier Alonso wurde 1980 in La Bañeza (León, Spanien) geboren und erwarb sein Diplom im Konzertfach Gitarre nach einem abgeschlossenen Studium an der Königlichen Musikhochschule in Madrid. Er begann seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Helena Lazarska. Dort besuchte er die Liedklasse von KS Edith Mathis bis er 2005 sein Diplom in Lied und Oratorium erfolgreich abschloß. Als DAAD/La Caixa-Stipendiat setzte er sein Studium bei Robert Schunk an der Hochschule für Musik in Köln fort, wo er im Juli 2009 seinen Diplomabschluß mit Auszeichnung erhielt. Wichtig für seine musikalische Entwicklung sind außerdem die Anregungen von Paula Anglin in London, sowie Meisterkurse bei Peter Schreier, Brigitte Fassbaender und mehrfach bei Wolfram Rieger. Im Alter von 21 Jahren gewann er den zweiten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Ferrucio Tagliavini” in Deutschlandsberg (Österreich) und 2005 den ersten Preis beim „Jeunesses Musicales” Wettbewerbs in Spanien. Im September 2010 wurde Javier Alonso zusammen mit seiner Klavierbegleiterin Ainoa Padrón beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst „Hugo Wolf Akademie“ in Stuttgart mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Die Jury bestand aus herausragenden Vertretern des Kunstliedes wie Brigitte Fassbaender, Graham Johnson, Kurt Widmer, Birgid Steinberger, Wolfram Rieger und Robert Holl. Sein Bühnendebüt gab er im Januar 2003 als Bastien in W. A. Mozarts Singspiel Bastien und Bastienne am Teatro Real in Madrid in der Inszenierung von Emilio Sagi. Opernauftritte führten ihn zum Wiener Schloßtheater Schönbrunn (Cavallis La Calisto und Ravels L’heure espagnole), zum Theater Aachen (Strawinskys Mavra und Purcells Dido und Aeneas) und an das Wiener Konzerthaus (Mozarts La finta giardiniera). Als Oratoriensänger wirkte er in Bachs Weihnachtsoratorium in Maria Laach, Mozarts Requiem in Aachen, Haydns Nelsson- und Paukenmesse in Frankfurt und Barcelona und Tippets «A child of our time» in Ravensburg. Er trat beim Festival Internacional de Música y Danza in Granada, in Barcelona (Palau de la Música Catalana), in Oviedo (Auditorio Príncipe Felipe) in Madrid (Teatro Monumental) mit dem Spanischen Rundfunk Orchester unter der Leitung von Franz-Paul Decker und in Ljubljana (Slonevene Philarmonic) auf. Zu seinen ersten Auftritten zählt auch die Eröffnung des Festivals für Spanische Musik in León, bei dem er Lieder des katalanischen Komponisten Joaquim Homs uraufführte. Mit besonderer Hingabe widmet sich Javier Alonso dem Liedgesang. Im September 2007 gab er gemeinsam mit der Mezzosopranistin Cora Burggraaf und dem Klavierbegleiter Roger Braun sein Debüt im Amsterdamer Concertgebouw mit einem mehrsprachigen Liedprogramm. In Spanien sang er Brahms- und Schumannwerke mit der deutschen Sopranistin Diana Damrau im Auditorio León. Bei der Schubertiada in Vilabertrán (Katalonien) trat er mit einem Beethoven-Programm zusammen mit dem Jess-Trio-Wien auf. Mitschnitte seiner Konzerte wurden live von Catalunya Música und RTVE in Spanien, RTV Slowenien, Radio 4 in den Niederlanden, WDR3 und SWR2 übertragen.


Eva Bauchmüller, Sopran, geboren in Düren, begann ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule Düren, wo sie Stimmbildung bei Silvia Lefringhausen und Iris Lehmann erhielt. Seit 2007 absolviert sie ihr Gesangsstudium bei Prof. Klesie Kelly-Moog an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Neben zahlreichen Konzerten sammelte Eva Bauchmüller bereits Bühnenerfahrungen, u.a. in einer der Hauptrollen der Hochschulproduktion „Il Campiello“ und in der Kinderoper Köln. Dort sang sie in den Produktionen Die feuerrote Friederike von Elisabeth Naske, Das Kind und der Zauberspuk von Maurice Ravel und in den Uraufführungen Vom Fischer uns seiner Frau von Ingfried Hoffmann und Schneewittchen von Marius Felix Lange. Zusätzlich ist sie seit 2010 Solistin des Irmelin Sloman Musik Theaters, wo sie bei Die Opernprobe von A. Lortzing und Cinderella von J. Massenet mitwirkt. Darüber hinaus nahm sie erfolgreich an Meisterkursen bei Klesie Kelly-Moog, Dr. Michael Hampe und Claes H. Ahnsjö teil.


Stamatia Gerothanasi, Sopran, begann ihr musikwissenschaftliches Studium an der Aristoteles Universität Thessaloniki, derzeit schreibt sie an ihrer Dissertation im Fach Musikwissenschaft. Sie erhielt Ihr Diplom im Fach Klavier mit Auszeichnung. Seit dem Wintersemester 2008 studiert sie bei Prof. Jan-Hendrik Rootering an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Im Dezember 2009 gab sie ihr Rollendebüt mit der Partie der Fiordiligi in der Hochschulproduktion Cosi fan tutte, in weiteren Hochschulproduktionen 2010/11 folgten die Rollen von Morgana und Hanna Glawari. Im Januar dieses Jahres sang Sie die Pamina in einer semikonzertanten Aufführung der Zauberflöte am Theater Hagen. Stamatia Gerothanasi besuchte verschiedene Gesangs-Meisterkurse, u.a. bei Olaf Bär, Kurt Equiluz, Brigitte Fassbaender, Marjana Lipovsek und Edith Mathis. Stamatia Gerothanasi wurde ausgezeichnet mit dem ersten Preis beim „Panchellenischem Gesangswettbewerb“ und dem Exzellenz-Stipendium der Folkwang Universität und dem DAAD-Preis für ausländische Studierende. Ab der Spielzeit 2012/13 wird Sie Ihr erstes Engagement am Staatstheater Schwerin antreten, wo Sie mit Susanna in Le nozze di Figaro und Tatjana in Eugen Onegin debütieren wird.


Ainoa Padrón, geboren 1982 in Teneriffa, erhielt ihre ersten Klavierstunden im Alter von sieben Jahren bei Cristina Vargas am Conservatorio Superior de Música de Santa Cruz de Tenerife. Dort bekam sie ihre erste musikalische Ausbildung, spielte in zahlreichen Konzerten in den wichtigsten Konzertsälen der Kanarischen Inseln als Solistin und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen sowie als Solistin mit dem Orquesta Juvenil de Tenerife. 1997 wurde sie Finalistin des nationalen Wettbewerbs Marisa Montiel und bekam 2000 den Luis Prieto Preis des Concurso Regional de Piano Pedro Espinosa. Ab 1999 erhielt sie Unterricht bei Prof. Jesús Ángel Rodríguez und absolvierte 2002 ihre Klavier- und Kammermusikausbildung mit dem Ehrenpreis der Kanarischen Regierung.
2002 setze sie ihre musikalische Laufbahn in Deutschland fort und begann die künstlerische Ausbildung bei Prof. Pi-Hsien Chen an der Musikhochschule Köln. 2004 wechselte sie mit der Klasse der Professorin Pi-Hsien Chen an die Staatliche Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau, wo sie den Studiengang Instrumentalpädagogik dazu nahm. In dieser Zeit beginnt eine zunehmend intensiver werdende Auseinandersetzung mit dem Liedrepertoire, insbesondere innerhalb des Unterrichts mit dem Professor für Liedgestaltung Hans-Peter Müller. Im Juli 2007 schloß sie ihr Studium mit der Note "sehr gut" ab und veröffentlichte kurz darauf eine CD mit Uraufführungen von Werken kanarischer Komponisten des 19. Jahrhunderts, eingespielt auf einen Broadwood Flügel des Jahres 1812. Sie nahm an mehreren Meisterkursen teil, u.a. von Bella Davidovich, Salomon Mikowsky, Vitali Margulis, Wolfram Rieger, Brigitte Fassbänder, Udo Reinemann und Peter Schreier. Sie ist Preisträgerin des Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs Berlin 2010 als Klavierbegleiterin in der Kategorie Vokalensemble und wurde im Duo mit dem Tenor Javier Alonso mit dem 3. Preis des Internationalen Hugo Wolf Liedwettbewerbs 2010 ausgezeichnet. 2013 wurde sie bei dem Brahmsfestival in Pörtschach am Wörthersee als beste Begleiterin am Flügel ausgezeichnet. Ainoa Padrón ist Stipendiatin der Yehudi Menuhin-Stiftung „Life Music Now“ und studiert seit Oktober 2008 Master of Liedbegleitung in der Klasse von Prof. Jürgen Glauß an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.


Karola Pavone wurde in Süditalien geboren und von der deutschen Mutter früh musikalisch gefördert. Sie lernte zunächst Klavier und Bratsche. Nach dem Umzug nach Deutschland 1997 und während der Schulzeit übernahm sie als Sängerin bereits solistische Aufgaben. Von 2002 bis 2004 wurde sie von der Gesangspädagogin Ingrid Steiner (Frankfurt) betreut, nach dem Abitur 2004 nahm sie ein Gesangsstudium bei Prof. Mechthild Georg in Köln auf, das sie im Februar 2010 mit dem Diplom abschloß (Prädikat "sehr gut"). Außerdem absolvierte sie einen Teil ihrer Ausbildung in der Opernschule der Göteborgs Universitet in Schweden bei Birgit-Louise Frandsen. Derzeit studiert sie im Exzellenzstudiengang Konzertexamen (bis Sommer 2012), ebenfalls an der Musikhochschule in Köln. Zu ihren Opernpartien zählen unter anderen Puccinis Musetta, Offenbachs Venus und Ann Trulove in Stravinskys The Rake´s progress. Meisterkurse führten die Sopranistin zu KS Edith Mathis, Irwin Gage und KS Edda Moser. Sie ist Stipendiatin der Villa Musica Rheinland Pfalz, der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie des Wagner-Verbandes Köln.


Die in Berlin geborene Sopranistin Maike Raschke begann ihre musikalische Ausbildung im Fach Violine. Bald ergänzte sie die Fächer Gesang und Klavier. Ihr Studium absolvierte sie in Hannover und Berlin bei Gerhard Faulstich und KS Peter Maus. Im Rahmen von Meisterklassen traf sie weiterhin mit Anna Tomowa-Sintow, Helen Donath, Kurt Moll, Dame Kiri Te Kanawa und Neil Semer zusammen und arbeitete mit Eric Schneider (Lied), Ralf Popken (Alte Musik) und Calixto Bieito (Darstellung). Schon während des Studiums war die Sopranistin an vielen Opernproduktionen beteiligt. Mit La Voix Humaine von Francis Poulenc unter der Regie von Karoline Gruber legte sie ihr Diplom „Mit Auszeichnung“ ab. In Manfred Trojahns Limonen aus Sizilien sang sie im Juni 2008 die Carolina Fabbri unter der Regie des Komponisten selbst. Zu Beginn der Spielzeit 2009/2010 wurde Maike Raschke in das Internationale Opernstudio der Oper Köln aufgenommen und debütierte dort als Stella in Hoffmanns Erzählungen. Es folgten neben zahlreichen Kinderopernproduktionen Auftritte am großen Haus als Hahn und Specht in Das Schlaue Füchslein, Tebaldo in Don Carlo, Papagena in Die Zauberflöte sowie Amore und Valletto in der sehr erfolgreichen Produktion L’incoronazione di Poppea von Monteverdi. Außerdem stand sie als Sopran in „Düftezeichen“ bei der gefeierten Welturaufführung von Stockhausens Sonntag aus Licht auf der Bühne. Mit der aktuellen Spielzeit wurde sie von der Oper Köln unter anderem für die Rolle der Servilia in La Clemenza di Tito von Mozart verpflichtet. Auch als Konzertsängerin tritt Maike Raschke in Erscheinung, ihre Auftritte führten sie zuletzt sogar nach Rußland, China und Japan zum Festival „La Folle Journee“. Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die Passionen von Bach sowie das Weihnachts-Oratorium, das Magnificat und die h-Moll-Messe, ebenso wie Händels Messias, Mendelssohns Elias und Lobgesang und die verschiedenen Messen von Haydn, Mozart und Schubert. Im Dezember 2011 sang sie den Sopran-Part im Gloria von Vivaldi zusammen mit dem Oratorienchor Köln und dem Consortium Musica Sacra Köln unter der Leitung von Andreas Meisner in der Trinitatiskirche Köln.


Hanna Steuber, Theaterpädagogin, geboren in Bielefeld, erhielt nach der musikalischen Früherziehung Blockflöten- und Querflötenunterricht. Erst über ein Schulprojekt fand sie im Alter von zwölf Jahren zu ihrem eigentlichen Instrument, dem Cello. Unterrichtet wurde sie von Michael Corßen, bei dem u.a. Christoph Altstädt seine Laufbahn begann. Obwohl Hanna Steuber erst so spät mit dem Streichinstrument begann, spielte sie bereits drei Jahre danach bei den „Jungen Sinfonikern“ und nach weiteren zwei Jahren im „Landes-Jugendorchester Bremen“. Schon während der Schulzeit war sie Assistentin des Geschäftsführers von „Jugend musiziert“ in Detmold. Ein Praktikum während des Abiturs bei den Bühnen Köln weckte ihr Interesse an Theater und Oper, so daß sie nicht Cello, sondern Germanistik, Musikwissenschaft und Politik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studierte. Ein Jahr darauf folgte ein Praktikum am „Mainfranken-Theater Würzburg“ in den Bereichen Theaterpädagogik und Dramaturgie bei Karola Marsch (Theater an der Parkaue), das den Wunsch, im Bereich Theater zu arbeiten, weiter bestärkte. Während ihres Studiums ging Hanna Steuber für ein Jahr an die „Universitá degli Studi di Napoli“ in Italien. 2009 wurde sie Stipendiatin der Friedrich Ebert Stiftung. Nach erfolgreichem Abschluß des Studiums übernahm Hanna Steuber im März 2011 die Assistentenstelle der Abteilung Theater und Schule der Bühnen Köln unter der Leitung von Frank Rohde.


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