Logo des Internationalen Richard-Wagner-Verbands Logo des Richard Wagner-Verbands Köln - Noten vom Beginn des Vorspiels zu Tristan und Isolde

Richard Wagner-Verband Köln e.V.

Stipendiaten 2009


v.l.n.r.: Franziska Hösli, Theresia Renelt, Andrés Felipe Orozco Martinez, Angelica Böttcher, Jesko Sirvend und Susanne Niebling

Vor dem Festspielhaus in Bayreuth - v.l.n.r.: Franziska Hösli, Theresia Renelt, Andrés Felipe Orozco Martinez, Angelica Böttcher, Jesko Sirvend und Susanne Niebling

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Jahr des Stipendiats. Der weitere Werdegang ist nicht berücksichtigt.

Angelica Böttcher, Mezzosopran, geboren in Pinneberg bei Hamburg, studierte von 2000 bis 2001 Musikwissenschaften an der Universität Hamburg und wechselte Ende 2001 an die Musikhochschule "Carl Maria von Weber" in Dresden, um bei Prof. Christiane Junghanns ihr Gesangsstudium aufzunehmen. Noch in 2000 debütierte sie in dem Musiktheaterstück Weill Fieber - die Revue des Theaters NN – Kulturbahnhof Hamburg-Altona – in der Rolle der „Dame mit Täschchen“ unter der Regie von Dieter Seidel. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit ab 2002 – u. a. in der Dresdener Kreuzkirche die Altpartie in der Messe C-Dur von Beethoven unter Leitung von Wolfgang Behrend, in der Frauen-Kirche sowie im Bautzener Dom – absolvierte sie in 2004 ein Praktikum am Teatro Lirico Sperimentale "A. Belli" in Spoleto (Italien). Bei den Schlesischen Musikfesten im Juni 2005 sang sie die solistische Altpartie des Oratoriums Der Mensch, das Spiel der Zeit von Heino Schubert mit der Philharmonie Breslau unter der musikalischen Leitung von Stanislaw Rybarczyk. Es folgte Anfang 2006 die Mitwirkung in der Rolle der Dorabella im Mozart-Pasticcio der Musikhochschule Dresden. Anläßlich des Eröffnungs-Konzertes zum 150. Jubiläum der Musikhochschule Dresden sang sie im Februar 2006 die Partie der Fatime in der konzertanten Aufführung der Oper Oberon in der Semperoper unter der Leitung von Prof. Ekkehard Klemm. Im September 2006 folgte ein Engagement bei der Ruhr-Triennale in der Uraufführung des Musiktheaterstücks Rubens und das nicht-euklidische Weib von Peter Esterházy unter der Regie von Philipp Stölzl und dem Orchester Musica-Antiqua Köln. Im März 2007 belegte sie den 3. Platz bei dem Wettbewerb der Schloßoper Haldenstein für die Rolle der Marcellina in Le Nozze di Figaro. Im Oktober 2006 setzte Angelica Böttcher ihr Gesangsstudium an der Kölner Musikhochschule fort, wo sie im Februar 2008 ihr Gesangsdiplom in der Klasse von Herrn Prof. Leyhe absolvierte und in mehreren Hochschulproduktionen, z. B. als Gräfin in Wildschütz im Februar 2007 oder als Mrs. Herring in Benjamin Brittens Albert Herring im Januar 2008 mitwirkte. Seit März 2008 studiert sie bei Frau Prof. Klesie Kelly-Moog Gesang im Konzertexamen. Bis Juni 2008 war sie Mitglied des Opernstudios Köln.


Franziska Hösli, Mezzosopran, in der Schweiz geboren und aufgewachsen, studierte nach einer Ausbildung zur Grundschullehrerin an der Musikhochschule in Basel Gesang bei Prof. Verena Schweizer. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Musikhochschule in Köln bei Prof. Reinhard Leisenheimer fort, das sie im Sommer 2006 mit Auszeichnung abschloß. Im Februar 2009 schloß sie ihr Konzertexamensstudium bei Prof. Jan-Hendrik Rootering an der Folkwang-Hochschule in Essen ab. Die junge Sängerin nahm an diversen Meisterkursen teil, u. a. bei Elisabeth Glauser und Kurt Widmer. Als Solistin ist sie in Messen und Oratorien sowie Liederabenden und Konzerten im In- und Ausland zu hören. Ebenfalls hat sie schon an verschiedenen Opernproduktionen teilgenommen (Die Zauberflöte als 2. und 3. Dame, Die Hochzeit des Figaro als Cherubino, Così fan tutte als Dorabella, Hänsel und Gretel als Hänsel, Falstaff als Meg Page, Die Walküre als Schwertleite u. a.), sowohl hochschulintern als auch als Gast in Produktionen des Stadttheaters Basel, der Theater Solingen und Remscheid, der Jungen Kammeroper Köln, des Théatre National de Luxembourg, sowie an den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Aalto-Theater in Essen.


Susanne Niebling, Sopran, geboren im bayerischen Schwaben, sang bereits seit ihrer frühen Kindheit in zahlreichen Chören, besuchte das musische Gymnasium und erhielt ab dem 15. Lebensjahr Gesangsunterricht. Zwischen 2001 und 2006 studierte die junge Sängerin an der Musikhochschule Köln bei Prof. Arthur Janzen Gesang. Ihr Studium, das sie mit „sehr gut“ abschloß, ergänzte sie im Anschluß durch ein Konzertexamensstudium, welches sie im Oktober 2008 mit einem Examenskonzert zur Vollendung brachte. Zahlreiche Meisterkurse zum Beispiel bei Prof. Dr. Michael Hampe, Ulrich Rademacher, Ingeborg Danz oder Sissel Hoyem Aune ergänzten ihre szenische, gestalterische und technische Gesangsausbildung. Neben der Übernahme von Rollen bei Hochschul-Produktionen wirkte Susanne Niebling bei der Uraufführung der Spiegelgeschichte von Mark Steinhäuser mit, sang den kleinen Prinzen in der gleichnamigen Oper von Nikolaus Schapfl sowie die Rolle der Baronin Freimann aus Lortzings Der Wildschütz und war zuletzt im Juni 2007 als Tatjana in Tschaikowskys Eugen Onegin im Theater Solingen und Remscheid zu erleben. In Konzerten sang sie u. a. Mahlers 4. Symphonie Das himmlische Leben, Les Illumination de Rimbaud von Benjamin Britten, die Uraufführung der Mass in C von Graham Buckland, Mendelssohns 42. Psalm Wie der Hirsch schreit, das Mozart-Requiem, die Rose aus Schumanns Der Rose Pilgerfahrt und Elisabeth aus Die Legende von der heiligen Elisabeth von Franz Liszt. Bereits im Juni 2006 war Susanne Niebling auf der Kölner Opernbühne zu sehen. Dort sang sie in einer Kooperationsproduktion der Hochschule für Musik Köln und des WDR die Alkmene in Eduard Künnekes Operette Die Ehe im Kreise. Seit der Spielzeit 2007/2008 ist sie Mitglied des internationalen Opern-Studios der Kölner Oper, wo sie neben zahlreichen Rollen in der Kinderoper u. a. die Barena in der Wiederaufnahme von Katharina Thalbachs Inszenierung von Jenůfa, Elvira in L´Italiana in Algeri von Rossini, den jungen Hirten in Wagners Tannhäuser und die Marzelline in Beethovens Fidelio sang. In der Spielzeit 2008/2009 war Susanne Niebling u. a. als Papagena und als Gretel zu erleben.


Andrés Felipe Orozco Martinez, lyrischer Tenor, wurde in Cali in Kolumbien geboren und studierte Journalismus und Musikpädagogik an der Universität von Valle. Am Konservatorium Antonio María Valencia in Cali erwarb er einen Abschluß im Fach Gesang. An der Hochschule für Musik Köln, Standort Aachen, legte er in der Klasse von Dieter Schweikart mit Auszeichnung sein Diplom in Künstlerischer Gesangsausbildung ab. Im Jahr 2000 erhielt er eine Ehrenauszeichnung des Gesangswettbewerbs »Interpreten für das nächste Millennium« in Bogotá, 2004 wurde er Preisträger des Gesangswettbewerbs der Stadt Wels in Österreich. Zunächst Mitglied des internationalen Opernstudios der Oper Köln, ist er seit der Spielzeit 2008/2009 Ensemblemitglied und war bereits als Leandro in Salieris La cifra, Maintop in Billy Budd, Vicomte Cascada in Die lustige Witwe, Peppe in Pagliacci, Heinrich der Schreiber im Tannhäuser, Nathanael in Hoffmanns Erzählungen, Don Curzio in Le nozze di Figaro sowie in zahlreichen Produktionen der Kinderoper zu sehen. In der Spielzeit 2008/2009 ist er u. a. als Monostatos (Die Zauberflöte), 3. Jude (Salome), Dr. Blind (Die Fledermaus) und als Goro (Madama Butterfly) zu erleben. Im März 2009 wurde ihm der Jaques Offenbach-Preis der Kölner Oper verliehen.


Theresia Renelt, Pianistin, geboren in Mussenhausen im Unterallgäu, studierte Klavier bei Günter Preuschoff am Leopold Mozart-Konservatorium in Augsburg und später bei Prof. Michael Schäfer an der Musikhochschule München, wo sie auch die Kammermusikklasse von Monika Leonhard und die Liedklasse von Prof. Helmut Deutsch besuchte. Die Stipendiatin des Bayerischen Begabtenförderungsgesetzes arbeitete im Rahmen von Meisterkursen u. a. mit Prof. Gerhard Oppitz, Prof. Leonidas Melnikas und Prof. Lev Naumov. Prof. Peter Feuchtwanger, bei dem sie zusätzlich regelmäßig Unterricht in London nahm, kann ihr Mentor genannt werden. Als Solistin und Kammermusikerin wurde sie gefördert von „Yehudi Menuhin - Live Music Now". Durch Recitals und Konzerte mit verschiedenen Orchestern (u. a. dem Sinfonieorchester der Philharmonie Kaliningrad) konnte sie an vielen Orten Europas überzeugen. Spontan interessierte sich der Bayerische Rundfunk für ihre Bearbeitungen von Tschaikowskijs Jahreszeiten und Johann Strauß' Walzern. Die Aufnahmen wurden bereits mehrfach gesendet. Bereits während des Dirigier-Studiums bei Prof. Max Pommer an der Musikhochschule Saarbrücken arbeitete Theresia Renelt als Korrepetitorin am Theater in Trier. Seit September 2003 ist sie an der Oper Köln als Korrepetitorin tätig. In den letzten beiden Spielzeiten dirigierte sie die Kinderoper-Produktionen Die Nachtigall und Die Feen.


Jesko Sirvend wurde 1986 in Hessen geboren. Ab seinem sechsten Lebensjahr bekam er, zunächst an der Lahn-Dill-Akademie, später am Dr. Hoch’s-Konservatorium in Frankfurt am Main, Klavier- und Schlagzeugunterricht. Als Soloschlagzeuger verschiedener Auswahlorchester und Paukist internationaler Workshops konzertierte er in Sälen wie der Kölner Philharmonie, dem Gewandhaus zu Leipzig oder der Shanghai Concert Hall, Tourneen führten ihn bisher nach Österreich, Ungarn, Schweiz, Italien, Schweden, Polen, China und Singapur. Sein erstes Konzert als Dirigent leitete er im Jahr 2003 in seiner Heimatstadt Dillenburg. Seitdem folgten Auftritte bei den Wetzlarer Festspielen in den Jahren 2004 und 2005, zwei Galakonzerte im gleichen Jahr, sowie zahlreiche Konzerte in Nordhessen (unter anderem in der Kasseler Martinskirche) und Göttingen. Seit Oktober 2006 studiert Jesko Sirvend Dirigieren an der Hochschule für Musik Köln in der Klasse von Professor Michael Luig, dessen Schüler er bereits seit Mai 2003 ist. Er arbeitet regelmäßig mit der Philharmonie Südwestfalen zusammen und dirigierte einige Male das Kölner Hochschulorchester. Als Teilnehmer eines Meisterkurses bei Professor Ulrich Windfuhr in 2007 leitete er das MDR Sinfonieorchester und assistierte anschließend Professor Stephan E. Wehr bei der Kölner Hochschulproduktion von Benjamin Brittens Oper Albert Herring (Regie: Professor Igor Folwill), von der er die zweite der beiden Aufführungen übernahm. Im Februar 2008 wurde Jesko Sirvend als Stipendiat in das “Dirigentenforum” des Deutschen Musikrats aufgenommen. Im Rahmen dieser Förderung nahm er bisher an einem Meisterkurs bei Professor Gunter Kahlert (Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar) mit der Baden-Badener Philharmonie teil, in dessen Abschlußkonzert er Igor Strawinskys Pulcinella-Suite dirigierte. 2009 ist Jesko Sirvend Stipendiat des Kölner Richard Wagner-Verbandes. Außerdem wurde er zum internationalen Malko-Dirigierwettbewerb in Kopenhagen eingeladen.


Andere Stipendiaten-Jahrgänge: 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2008 2007