Logo des Internationalen Richard-Wagner-Verbands Logo des Richard Wagner-Verbands Köln - Noten vom Beginn des Vorspiels zu Tristan und Isolde

Richard Wagner-Verband Köln e.V.

Stipendiaten 2008


v.l.n.r.: Joslyn Rechter, Sylvie Döring, Martin Schmidt, Antoaneta Emanuilova und Melanie Spitau

Vor dem Festspielhaus in Bayreuth - v.l.n.r.: Joslyn Rechter, Sylvie Döring, Martin Schmidt, Antoaneta Emanuilova und Melanie Spitau

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Jahr des Stipendiats. Der weitere Werdegang ist nicht berücksichtigt.

Sylvie Döring, Regie-Assistentin, geboren in Wasserburg a. Inn, begann ihr Studium im Jahr 1999 im Fach Graphik bei Earn Kollar an der Media-Design Akademie in München, studierte dann zunächst an der Universität Passau Kunsterziehung, Deutsch, Mathematik und Musik. Ab 2002 begann sie ihr Magister-Studium in den Fächern Kunst- und Musik- Pädagogik und Kunstgeschichte bis 2005, und absolvierte währenddessen Praktika im SI Centre Stuttgart bei Miss Saigon im Bereich Bühnenbild und –technik, sowie Betriebsbüro und Orchester-Management, ferner im Bild/Ton-Archiv des Süddeutschen Verlags und des Bayerischen Rundfunks, sowie an der Grundschule Fürstenzell ein musikpädagogisches Praktikum mit den Schwerpunkten Werkbetrachtung und Einstudierung/Inszenierung eines Kindermusicals. Gleichzeitig war sie als Regie-Assistentin, Abendspielleiterin und Spielleiterin tätig am Südost-bayerischen Städtetheater Passau. Dort rief sie auch den Theaterjugendclub des Fürstbischöflichen Theaters ins Leben und zeigte sich dort für Regie und Ausstattung von Hexenjagd von Arthur Miller, sowie der Uraufführung des Jugendstückes Jinx von Margret Wild/Musik Elmar Raider verantwortlich. Seit 2005 ist Sylvie Döring als Regie-Assistentin und Abendspielleiterin an der Oper Köln engagiert. Im Sommer 2005 war sie Regie-Assistentin und Abendspielleiterin beim Chiemgau-Festival auf Gut Immling bei Stefan Tilchs Cavalleria rusticana / Pagliacci Doppelabend, assistierte 2006 bei den Bregenzer Festspielen Robert Carson bei Verdis Trovatore und im Sommer 2007 Christian von Goetz bei R. Strauss' Capriccio beim Edinburgh Festival. Ab der nächsten Spielzeit ist Sylvie Döring als Regie-Assistentin an das Züricher Opernhaus verpflichtet.


Antoaneta Emanuilova, Cellistin, geboren in Sofia, Bulgarien, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. 1987 zog sie nach Stuttgart um, wo sie mit zehn Jahren ihren ersten Cello-Unterricht bei Frau Pilvi Heinonen erhielt. 1992 bis 1996 war sie Vorstudentin an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Peter Buck und wurde in dieser Zeit dreifache erste Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“. Von 1996 bis zu ihrem Abitur 1999 war sie Schülerin von Herrn Wen-Sinn Yang. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse (u.a. bei Prof. Frans Helmerson, Prof. Boris Pergamenschikow, Prof. Martin Ostertag und Prof. Hans- Christian Schweiker). Außerdem trat sie solistisch auf, u.a. mit den Baden-Badener Philharmonikern, den Sofioter Solisten und der Sinfonietta Sofia. 1999 begann sie ihr Studium bei Prof. Wolfgang Boettcher an der Universität der Künste Berlin, wo sie 2001 einen ersten Preis beim Domenico-Gabrielli-Cello-Wettbewerb gewann. Seit 2002 ist sie Stipendiatin der „Villa Musica“. 2003/2004 studierte sie für ein Jahr an der Juilliard School in New York bei Prof. Joel Krosnik und Prof. Bonnie Hampton. Dort erhielt sie das Graduate Diploma. Seit dem Wintersemester 2004 studiert sie bei Prof. Jens Peter Maintz an der Universität der Künste in Berlin. Im Februar 2006 machte sie dort ihr Diplom und studiert seitdem auf ihr Konzertexamen hin. Im April 2005 gewann sie den Grand Prix des internationalen Wettbewerbs „Musik und Erde“ in Sofia. Seit kurzem besetzt sie die Stelle der zweiten Solo-Cellistin im Gürzenich-Orchester.


Joslyn Rechter, Mezzosopran, wurde in Melbourne in Australien geboren. Sie nahm ihr Studium auf am Sydney Conservatorium of Music, schloß es mit dem Bachelor of Music ab, sie erwarb anschließend dort auch ihr Diplom als Opernsängerin. Sie wurde Mitglied des „Opera Australia’s Young Artists Program“. Im Jahr 2000 gewann sie das „Covent Garden National Opera Studio“-Stipendium und erhielt ein Engagement am National Opera Studio in London. Im folgenden Jahr führte die Prämie des „German Operatic Award“ zu einem Engagement am Opernstudio der Kölner Oper. Auf der Kölner Opernbühne war sie u.a. als der Fuchs in Das schlaue Füchslein, als Idamante in Idomeneo, als ein Page in Salome sowie in Das Rheingold und Götterdämmerung als Floßhilde und in Die Walküre als Roßweiße zu hören.


Martin Schmidt, Bariton, geboren in Bonn, begann bereits im Alter von drei Jahren mit einer musikalischen Früherziehung an der Musikschule Bonn/Bad Godesberg, nahm seit 1996 Gesangsunterricht bei Vadim Volkov und Maria Regina Heyne (ihrerseits Stipendiatin des Richard Wagner-Verbands) Gesangsunterricht. Ab 2002 ist er Student an der Musikhochschule zu Köln in der Gesangsklasse von Prof. Reinhard Leisenheimer, seit 2005 in der Klasse von Prof. Mechthild Georg. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er als Mitwirkender im Kölner Opernchor in Götterdämmerung und The Bassarids, in Lohengrin und Billy Budd, aber auch schon als Solist als Olivier in Franz Schuberts Fierrabras am Theater Aachen, als Löwe/Ritter in Die Zauberzither (Müller) und in Richard Strauss’ Salome an der Kölner Oper. Er sang die Rollen Papageno, Vater in Hänsel und Gretel, Krieger in Künneckes Die Ehe im Kreise, Johann in Lortzings Die Opernprobe und Sganarelle in Gounods Der Arzt wider Willen.


Melanie Spitau, Sopran, geboren in Dortmund, war von 1997 bis 2003 Mitglied des Monteverdi-Junior-Chores Dortmund und im Mädchenchor am Konzerthaus Dortmund. Sie begann ihre künstlerische Ausbildung im Jahr 2003 bei Prof. Carola Sonne-Bücklers an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar, und studiert seit 2005 bei Prof. Arthur Janzen an der Hochschule für Musik zu Köln die Fächer Gesangstudium und Gesangspädagogik. Im Jahr 2000 errang sie mit dem Monteverdi-Junior-Chor den ersten Platz im NRW-Chor-Wettbewerb „Jugend singt“, im Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2004 wurde sie die Landespreisträgerin Thüringen. Sie nahm 2006 an dem Sommerkurs für Gesang der Akademie Wort und Musik unter Prof. Arthur Janzen und Ulrich Rademacher, Sissel Hoyem Aune und Barbara Ocusono teil. Erste Bühnenerfahrungen konnte sie sammeln als Chormitglied in Hänsel und Gretel, Tosca, Carmen und La Bohème im Opernhaus Dortmund, in Weimar 2005 als Solistin in der Revue Ganz ohne Männer geht die Chose nicht! – Melanie Spitau, ebendort in Szenen aus Die Krönung der Poppea von C. Monteverdi, und sang in Berlin 2006 in der Johannes-Passion von J. S. Bach das Sopran-Solo. Sie übernahm darüber hinaus in Konzerten mit verschiedener Chorliteratur im Mailänder Dom, San Marco in Venedig und im Dortmunder Konzerthaus zahlreiche Solopartien.


Ausrine Stundyte, Sopran, stammt aus Vilnius, Litauen, und studierte zunächst Gesang an der Litauischen Musikakademie bei Irena Milkeviciute, bevor sie im Jahr 2000 an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig zu Helga Forner wechselte. Sie wurde mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sonderpreis der Chambre Professionnelle des Directeurs d'Opéra Paris, dem Sonderpreis der Helikon Oper Moskau und dem 2. Preis Operette beim 25. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Wien sowie 2007 mit dem Offenbach-Preis der Oper Köln. Mit Beginn der Spielzeit 2003/2004 wurde Ausrine Stundyte an die Oper Köln engagiert und war dort unter anderem als Nedda in Pagliacci, Micaëla in Carmen, Mimì in La Bohème und Fiordiligi in Così fan tutte erfolgreich. Gastspiele führten sie an die Litauische Nationaloper, an das Aalto Theater Essen, ins Gewandhaus Leipzig, in die Liederhalle Stuttgart, und die Essener Philharmonie, in die USA und zu den Weidener Max-Reger-Tagen. Ihr umfangreiches Lied- und Konzert-Repertoire umfasst auch die Liederzyklen von Strauss, Berg und Wagner. Der MDR hat mit Ausrine Stundyte die Lieder von Herman Heyer aufgezeichnet. In der Spielzeit 2007/2008 singt sie neben Agathe im Freischütz auch die Partie der Antonia in Hoffmanns Erzählungen, Liù in Turandot und wieder Nedda in Pagliacci.


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