Logo des Internationalen Richard-Wagner-Verbands Logo des Richard Wagner-Verbands Köln - Noten vom Beginn des Vorspiels zu Tristan und Isolde

Richard Wagner-Verband Köln e.V.

Stipendiaten 2007


v.l.n.r.: Björn Christian Petersen, Alexandra Thomas, Barbara Ochs, Lisa Wedekind, Julia Klein und Torben Jürgens

Vor dem Festspielhaus in Bayreuth - v.l.n.r.: Björn Christian Petersen, Alexandra Thomas, Barbara Ochs, Lisa Wedekind, Julia Klein und Torben Jürgens

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Jahr des Stipendiats. Der weitere Werdegang ist nicht berücksichtigt.

Torben Jürgens, Bass, geboren in Hagen, erhielt seinen ersten Musik- und Klavierunterricht an der Musikschule Hohenlimburg mit fünf Jahren. Im Alter von fünfzehn Jahren nahm er privaten Gesangsunterricht bei Prof. Reinhard Leisenheimer. Bei ihm begann er auch sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Köln nach der Beendigung seiner Schulausbildung. Dort waren seine Dozenten u. a. Prof. Karl-Josef Görgen, Prof. Dr. Michael Hampe, Prof. Hans Suter, Prof. Jürgen Glauß und Stefan Irmer. Er besuchte Meisterkurse bei Kurt Moll, Jonathan und Janice Alder, Christoph Prégardien, Philipp Kang, Jan-Hendrik Rootering und Thomas Hampson. Zur Zeit setzt er sein Studium in Köln fort bei Prof. Jan-Hendrik Rootering. Er errang im Landeswettbewerb Gesang NRW 2002 den ersten und im Bundeswettbewerb Gesang den zweiten Preis.


Julia Klein, Sopran, wurde in Köln geboren. Dort erhielt sie mit fünfzehn Jahren bereits privaten Gesangunterricht bei Tina Kupprat und Lia Montoya-Palmen. Sie studiert seit 2003 an der Hochschule für Musik Köln bei Prof. Henner Leyhe und seit 2006 bei Prof. Klesie Kelly-Moog. Meisterkurse belegte sie bei Christoph Prégardien, Peter Ziehten und bei Klesie Kelly-Moog. Sie sang in der Hochschulproduktion Hänsel und Gretel den Taumann und den Sandmann, in der Kölner Kinderoper wirkte sie mit in Sganarell von Wilhelm Grosz, und bei der Uraufführung Das Opernschiff von Marius Felix Lange, Libretto Elke Heidenreich. Mit der Kurhessischen Kantorei Marburg unter der Leitung von Martin Bartsch überzeugte sie als Sopran in Claudio Monteverdis Marienvesper. Mit der Kölner Dom-Kantorei ging sie im Oktober 2006 auf Konzerttournee nach Polen und sang das Sopran-Solo in Mozarts Requiem. Zuletzt war sie wieder in der Hochschulproduktion Hänsel und Gretel zu hören, diesmal in der Hauptrolle der Gretel. Im Februar 2007 singt sie die Rolle des Gretchen in der Hochschulproduktion des Wildschütz von Albert Lortzing.


Barbara Ochs, Mezzosopran, geboren in Oberhausen. Sie studierte zunächst Musikwissenschaft und Germanistik an der Ruhruniversität Bochum, dann Opern- und Konzertgesang an den Hochschulen für Musik und Theater in Hamburg bei Prof. Gisela Litz und in Köln bei Prof. Klesie Kelly. Privat setzte Sie nach ihrem Diplom ihre Studien mit Cornelius Reid in New York fort. Ihre besondere Liebe gilt dem modernen Musiktheater, hier folgten Gastverträge an der Oper Bonn, dem Prinzregententheater, an der Frankfurter Oper und bei der RuhrTriennale. Dort hatte sie die große Freude u. a. mit Achim Freyer, Sylvain Cambreling, Sebastian Gottschick, dem Ensemble Modern und dem Klangforum Wien zusammenzuarbeiten. Ferner sang sie als Solistin Weihnachtslieder mit der Capella Coloniensis des WDR unter der Leitung von Michael Schneider ein und sang unter Michael Boder mit den Bamberger Symphonikern. Höhepunkte ihres Konzertschaffens waren die Beethoven-Konzerte bei den Salzburger Osterfestspielen 2001 unter der Leitung von Claudio Abbado im Großen Festspielhaus. Im vergangenen Jahr sang sie in dem Kinofilm Der rote Kakadu, dem Berlinale-Beitrag des Regisseurs Dominik Graf, die Opernstimme für die Schauspielerin Ingeborg Westphal ein. Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist Barbara Ochs zur Zeit auch in Teilspielzeitverträgen sowohl beim Rundfunkchor Berlin als auch im Opernchor der Bühnen der Stadt Köln engagiert.


Björn Christian Petersen, Pianist, geboren in Heidelberg, erhielt Unterricht in Klavier, Querflöte, Gesang und Dirigieren an der Musikschule Heidelberg. Im Jahr 1998 nahm er sein Klavier- und Musikstudium an der Hochschule für Musik in Köln auf und schloß es 2005 ab. Er hatte Unterricht u. a. bei Prof. Pi-Hsien Chen, Prof. Ilana Schapira-Marinescu und Alexander Lonquich. Gleich zeitig lernte er Französisch und Italienisch an der Universität zu Köln. Die Jahre 2001 und 2002 studierte er Liedbegleitung am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris bei Anne Grappotte, Jeff Cohen und Noël Lee und korrepetierte in zahlreichen Instrumentalklassen. Er nahm an Meisterkursen teil bei Dietrich Fischer-Dieskau, Martin Isepp und Wolfram Rieger. Heute ist er als Gesangskorrepetitor tätig an der Hochschule für Musik Köln und an der Oper Köln. Er begleitete zahlreiche Liederabende u. a. in Heidelberg, Köln, Berlin und Paris.


Alexandra Thomas, Mezzosopran, geboren in Karlsruhe. Sie studierte zunächst Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen, wo sie auch ihren ersten Gesangsunterricht erhielt. Ihr Schulmusik- und Philosophiestudium schloß sie im Jahre 2004 an der Kölner Universität und der Musikhochschule Köln mit dem ersten Staatsexamen ab, 2005 folgte das Diplom in den Studiengängen Gesangspädagogik sowie Opern- und Konzertgesang bei Prof. Arthur Janzen. An der Hochschule arbeitete sie hauptsächlich mit den Professoren Gary Holt, Jürgen Glauß und Karl-Josef Görgen, außerhalb nahm sie an Meisterkursen bei Ingeborg Danz, Barbara Schlick und Liselotte Hammes teil. Ihr Konzertrepertoire umfaßt neben den tragenden Partien in großen Oratorien wie J. S. Bachs h-moll-Messe Händels Messiah oder Rossinis Petite Messe Solenelle eigene Liederabende und zahlreiche (Ur-)Aufführungen zeitgenössischer Musik. Auf der Opernbühne sang sie neben kleineren Partien die Hauptrollen in Purcells Dido und Aeneas, Humperdincks Hänsel und Gretel sowie als Ensemblemitglied der Jungen Kammeroper Köln den Prinzen Orlofsky in Die Fledermaus. Seit der Spielzeit 2005/06 ist sie Mitglied des Kölner Opernstudios und sang in Ravels Das Kind und der Zauberspuk die Titelpartie und im Opernhaus Partien in Don Quichotte, Das schlaue Füchslein, den Pagen in Salome, Grimgerde in Die Walküre sowie Mercédès in Carmen.


Lisa Wedekind, Sopran, geboren in Offenbach am Main. Sie erhielt im Alter von vier Jahren ihren ersten Klavierunterricht und wurde bereits 1997 Jungstudentin in der Klavierklasse von Prof. Andreas Meyer-Hermann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt /M. Während des Vorstudiums begann sie auch ihre Gesangsausbildung, zunächst mit Privatunterricht, ab 1999 als Jungstudentin im Fach Gesang bei Reginaldo Pinheiro an der Frankfurter Musikhochschule. Seit dem Jahre 2001 war sie dort Studentin in der Opernklasse von Prof. Hedwig Fassbender, seit 2005 ist sie Studentin in der Klasse von Prof. Klesie Kelly-Moog an der Kölner Musikhochschule. Meisterkurse und Unterrichte u.a. bei Christoph Prégardien, Thomas Hampson, Hartmut Höll, Rainer Hoffmann, Carmen Piazzini, Eugen Wangler und Arne Torger ergänzen ihre Ausbildung. Sie war mehrfach Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und erhielt 2001 den Kulturpreis ihrer Heimatstadt Heusenstamm. Im Herbst 2002 errang sie den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin und zusätzlich einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Kunstliedes. Seit 2003 ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, im Jahre 2005 wurde sie Finalistin beim internationalen La Voce-Liedwettbewerb. Im Rahmen von Gastauftritten sang sie Nerone in Monteverdis L’Incoronatione di Poppea, Blumenmädchen in Wagners Parsifal in Frankfurt/M. sowie Karolka in Janáceks Jenůfa. Sie sang als Solistin in Bachs h-moll-Messe unter der Lei-tung von Helmuth Rilling in Stuttgart, in der Thomaskirche in Leipzig und in den Philhar-monien von Essen und Berlin.


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